Christian Krause
Schornsteinfegermeister
Gebäudeenergieberater

Informationen

                              Kaminöfen

Wärme und Geborgenheit -
Urbedürfnisse des Menschen

Was alt bewährt, wird heute wieder neu entdeckt, die
Behaglichkeit eines Holzfeuers. Ein knisterndes Holzfeuer
vermittelt Geborgenheit und Gemütlichkeit. Die natürliche
Strahlungswärme eines Kaminofens steigert das Wohl-
befinden. Ein angenehmes Raumklima entsteht.

Bereits 25% aller deutschen Haushalte sind mit einem
modernen Gerät für feste Brennstoffe ausge stattet.
Und jährlich wächst der Bestand um durchschnittlich
250.000 bis 300.000 Stück weiter an.

Ein schönes Gefühl, sich ge-borgen und sicher zu fühlen

 

Was Sie vor dem Kauf eines
Kaminofens beachten sollten

Fragen Sie zunächst Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister, ob bei Ihnen ein geeigneter Schornstein für den Anschluss eines Kaminofens vorhanden ist. Ob das der Fall ist, kann durch eine Überprüfung des Bezirksschornsteinfegermeisters festgestellt werden.
Der Anschluss der Feuerstätte bedarf seiner Zustimmung.

Er kann Ihnen auch sagen, wie die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen eingehalten werden können.

Weiterhin kann er die ausreichende Verbrennungsluftversorgung (pro 1 KW Nennheizleistung mind. 4 m³ Rauminhalt) sowie den notwendigen Heizleistungsbedarf in KW für den Kaminofen ermitteln.

Fragen Sie Ihren Bezirksschornsteinfegermeister vor der Installation von Abluft- und Dunstabzugsanlagen. Sind diese bereits installiert gibt es, um Funktionsstörungen zu vermeiden, diverse einfache Lösungsmöglichkeiten. Z. B. den Einbau eines Fensterkontaktschalters.

Die Verwendbarkeit und Sicherheit eines Kaminofens
kann man am Prüfzeichen (Ü - Zeichen) erkennen

Die Heizleistung des Kaminofens können Sie auf dem gut sichtbar engebrachten "Ü-Zeichen" oder "CE-Zeichen" ablesen.

Das Ü-Zeichen

 
Übereinstimmungserklärung des Herstellers nach vorheriger Prüfung des Bauproduktes durch eine anerkannte Prüfstelle (z.B. Rheinbraun oder Deutsche Kohle Merketing GmbH, usw.).
Das CE-Zeichen
 
Besagt, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der betreffenden Richtlinen genügt. Das CE-Zeichen muss seit dem 1.7.06 gut sichtbar an der Feuerstätte angebracht sein und diverse Angaben enthalten: Schadstoffemission, Förderdruck, Abgastemperatur, Heizleistung, Energieeffezienz, zugelassene Brennstoffe.

Auswahl des Ofens

Ob nun ein Ofen mit Kachelmantel oder Specksteinverkleidung, diese Entscheidung muss jeder selber treffen. Achten Sie darauf, dass die Heizleistung der Raumgrösse angepasst ist.

Ein Kaminofen sollte einen grossen Brennraum haben, damit
die bei der Verbrennung von Holz sichtbaren langen Flammen
ausreichend Zeit zum Ausbrennen haben.

Öfen mit Regelung der Erst- und Zweitluft verbrennen sauberer
und die Glasscheibe verschmutz nicht so schnell.

Holz als Brennstoff

Holz ist im Vergleich zu anderen Brennstoffen eine preiswerte
und umweltschonende Alternative. 1 Raummeter Hartholz hat
einen Heizwert von 2000 KWh. Das entspricht ca. 200 l Heizöl
bzw. 200 m³ Erdgas.

Holz gibt nur so viel CO² ab, wie es zuvor als Baum aus der
Luft gebunden hat. Dabei ist es gleichgültig, ob das Holz im
Kaminofen verbrennt oder im Wald verrottet.

Bedenken Sie, dass Sie einen ausreichenden und trockenen
Lagerplatz für Ihren Holzvorrat, eventuell auch einen Säge-
und Spaltplatz benötigen.

Was Sie noch beachten sollten

- Lassen Sie Ihren Ofen nach erfolgter Installation von Ihrem
zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister abnhemen. Im
möglichen Schadensfall gibt es dann keinen Ärger mit der Feuer-
versicherung.
Nach der Hamburgischen Bauordnung § 77 Abs.6 und der
Verordnung über Schornsteinfegerarbeiten § 4 Abs.3 dürfen
Feuerungsanlagen, die neu errichtet oder wesentlich geändert
worden sind, erst in Betrieb genommen werden, wenn der Bezirksschornsteinfegermeister die sichere Benutzbarkeit
bescheinigt hat.

- Verbrennen Sie nur gut abgelagertes und trockenes Holz. Das
bedeutet, dass Holz ca. 2 Jahre luftgetrocknet gelagert werden
muss. Durch feuchtes Holz wird niemals der optimale Heizwert
erreicht. Funktionsstörungen, verrußte Glasscheiben und selbst
ein Schornsteinbrand sind möglich.

- Achten Sie auf eine ständig ausreichende Verbrennungsluftzufuhr. Eine starke Drosselung des Abbrandes wegen Überhitzung führt zu Funktionsstörungen.
Die Wärmeabgabe des Ofens ist nur durch eine mäßige aber regelmäßige Brenn-
stoffzufuhr zu regeln.

- Ihr Ofen ist kein Ersatz für die Mülltonne. Faserplatten, lackiertes Holz, sowie Abfälle gehören nicht in den Ofen.

Filterpflicht von Feuerstätten

 

 

 

 

 

 

In den Medien wurde über eine drohende Zwangsstilllegung beziehungsweise Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen berichtet. Durch die sehr verkürzte Darstellung ist der Eindruck entstanden, dass es sich um eine generelle und sofortige Pflichtmaßnahme für alle Geräte handelt.
Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks weist darauf hin, dass die geplanten Regelungen für Feuerstätten erst noch Bundesrat und Bundestag passieren müssen.

Bis 2024 folgen stufenweise die Maßnahmen für alle Geräte, die bis zum in Kraft treten der Novelle geprüft wurden. Das Typenschild am Gerät gibt Auskunft über das Jahr der Prüfung. Ist das Typenschild nicht mehr vorhanden oder unvollstän-dig, kann der Verbraucher beim Hersteller der Feuerstätte nachfragen. Heute erhältliche Geräte erfüllen in der Regel die geplanten Grenzwerte. Ihnen droht weder Stilllegung noch Filterzwang oder Austausch. Der Schadstoffausstoß ist nicht vom Preis des Gerätes abhängig, sondern von der Gerätetechnik, die in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gemacht hat. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Emissionen als auch auf den Energieverbrauch. Fabrikneue
Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen verursachen heute nur noch einen
Bruchteil der Emissionen von Feuerstätten, die in den 1970er Jahren produziert
worden sind.

Alle auf dem deutschen Markt befindlichen Geräte werden von unabhängigen
Feuerstätten-Prüfstellen einer ausführlichen technischen Untersuchung
unterzogen, die auch den Schadstoffausstoß dokumentiert.

Weitere Fragen beantwortet gerne ihr Schornsteinfeger.

 

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