Christian Krause
Schornsteinfegermeister
Gebäudeenergieberater

Aktuelles
 

Veränderungen bei der Messpflicht, nicht aber bei den Überprüfungen!

Mit Inkrafttreten der novellierten 1.BImSchV für kleine und mittlere Feuerstätten haben sich die Zeitabstände für die wiederkehrenden Messungen geändert. D.h., dass die bisher jährlich durchgeführte Messung zur Bestimmung der Abgasverluste nun an den meisten Feuerstätten alle zwei Jahre stattfindet. Moderne Öl- oder Gasbrennwertfeuerstätten sind bereits heute, bedingt durch Ihren guten Wirkungsgrad, von einer Beurteilung der Abgasverluste ausgenommen. Lediglich bei Ölanlagen wird die Russzahl sowie das Vorhandensein von möglichen Ölderivaten überwacht. Auch die Kosten für die jährlichen Messungen wurden ab Januar 2010, bedingt durch eine neue Arbeitszeitstudie, auf weniger als € 9,00 für Gasheizungen und weniger als € 14,00 für Ölheizungen gesenkt, wenn diese zusammen mit der Abgaswegeüberprüfung durchgeführt werden.

Unabhängig von den Veränderungen bei der Messpflicht (zur Bestimmung der Abgasverluste) ergibt sich die Notwendigkeit der Abgaswegeüberprüfung und der Bestimmung des Kohlenmonoxidwertes im Abgas. Diese unterscheidet die Feuerstätten nicht nach Alter und Leistung, sondern nach Ihrer Betriebsweise.

Daher werden Feuerstätten folgendermassen in regelmäßigen Abständen vom Schornsteinfeger überprüft:

  • Raumluftabhängige Feuerungsanlagen - einmal im Kalenderjahr
  • Raumluftunabhängige Feuerungsanlagen, moderne Brennwertfeuerstätten sowie Anlagen zur ausschließlichen Verbrennung von schwefelarmen Heizöl - jedes zweite Kalenderjahr

  • Anlagen mit selbstkalibrierender kontinuierlicher Regelung - jedes dritte Kalenderjahr

Die Abgaswegeüberprüfung dient ausschließlich der Betriebssicherheit von Feuerungsanlagen und dem Schutz der Betreiber.

Daher meine Empfehlung:
Sollten sich die Abgasverluste einer Feuerstätte nur um 1% erhöhen, bedeutet das für ein Einfamilienhaus bereits ca. € 20,00 Mehrkosten beim Energieverbrauch. Erfahrungsgemäss bleibt es aber nicht bei einem Prozentpunkt und das ist schlecht für den Geldbeutel des Betreibers und noch schlechter für unsere Umwelt. Mit grosser Akzeptanz empfehlen wir unseren Betreibern das über viele Jahre bewährte System, die Heizungsanlage weiterhin jährlich wiederkehrend von einem fachlich kompetenten Schornsteinfeger auf Wirtschaftlichkeit prüfen zu lassen.

Der Klimaschutz geht uns alle an lassen Sie uns gemeinsam handeln.

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Der Schornsteinfeger:
Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte